AG "Römische Museen am Limes"

An vielen Kastellorten entlang des Limes existieren Museen mit römischen Sammlungsbeständen. Sie stellen die Originalexponate in den Mittelpunkt und erzählen als Zeugnisse lebender Kultur von den Menschen am Limes. Erst durch diese Objekte wird das Bodendenkmal in seinem Gesamtkontext verständlich. Die Funde gehören also untrennbar zum Schutzobjekt Limes, gleichwohl sind sie nicht Teil des UNESCO-Welterbes.

Prinzipiell ist es ideal, wenn die Funde in der Nähe des Fundortes gezeigt werden können. Dadurch erschließt sich dem Besucher der untrennbare Zusammenhang zwischen Fund und Fundort und weckt dadurch auch Verständnis für den Schutz beweglicher und unbeweglicher Bodendenkmäler.

Gleichwohl stellt die Vermittlung des Limes eine besondere museale Herausforderung dar:

  • Der Limes ist sicherlich keine Welterbestätte mit "WOW!"-Faktor, denn er verläuft weitgehend unsichtbar für unsere Augen durch Wälder, über Äcker, durch unwegsames Gelände.
  • Auf Grund seiner Ausmaße und Linearität ist er in seiner Komplexität nur schwer fassbar.

Den Museen kommt entsprechend die Aufgabe zu, den Limes als Teil einer Reliktlandschaft von gewaltigen Ausmaßen begreifbar zu machen. Der Limes ist kein isoliertes Bodendenkmal, sondern steht in Zusammenhang mit Kastellen, Lagerdörfern, Gutshöfen und Straßen. Auch sind aktuelle Ergebnisse der Limesforschung in die Dauerausstellungen zu integrieren. Auf diese Weise können Museen in ihrer Funktion als außerschulische Lernorte oftmals Inhalte vermitteln, lange bevor diese Eingang in die Schulbücher finden.

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