AG "Römische Museen am Limes"

Ein mittelmeerumspannendes Grenzsystem wird wieder sichtbar

 

Auf drei Kontinente und über 5000 km erstreckte sich einst die Grenze des Imperium Romanum – in Großbritannien finden sich hiervon ebenso Spuren wie entlang des Rheins und der Donau, im Nahen Osten und Nordafrika. Militärische Erfolge und Niederlagen der Römer wirkten sich ständig auf den Verlauf der Grenze aus. Seine größte Ausdehnung erreichte das Imperium in der Regierungszeit des Kaisers Trajan (98-117 n. Chr.).
Die kontinuierliche Verlegung der Grenze brachte es mit sich, dass sie keineswegs einheitlich ausgebaut war. Meist wurde sie nur durch Kastelle in regelmäßigen Abständen markiert.

Die Ausdehnung der Grenzen des Römischen Reiches im mittleren 2. Jh. n. Chr. 

Bisher gehören 3 Teilabschnitte dieses mittelmeerumspannenden Grenzsystems zum UNESCO-Welterbe:

  • Bereits 1987 wurde der Hadrianswall in Nordengland zum Erbe der Menschheit erklärt.
  • 2005 folgte der Obergermanisch-Raetische Limes. Im Zuge seiner Eintragung wurde die transnationale, serielle Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“ geschaffen.
  • Zu dieser gesellte sich 2008 der Antoninuswall als drittes Teilmodul.

Die Eintragung weiterer Teilstücke des Limes auf die UNESCO-Welterbeliste wird derzeit in verschiedenen Ländern vorbereitet. Langfristiges Ziel ist, alle Länder, auf deren Staatgebiet archäologische Reste des Limes zu finden sind, im UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches“ zu versammeln.
Auf diese Weise wird die Zusammengehörigkeit der Einzeldenkmale am Limes und die ursprüngliche Struktur dieses Denkmals, das nach der Chinesischen Mauer das zweitlängste der Erde darstellt, wieder sichtbar.

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